Mittwoch, 30. Juli 2008

Give Me Some Love

Heute mein erster Arbeitstag nach dem Krankenstand. Obwohl ich fünf Tage "la dolce fare niente" genießen durfte, mal mehr und mal weniger, bin ich dennoch ziehmlich fix und fertig. Der Tag heute ging sehr schnell vorüber, ich hatte die ganze Zeit was zu tun. Gestern war ich noch bei meinem Arzt um mir den Krankenstand bescheinigen zu lassen, dafür bin ich eindreiviertel Stunden angestanden.
Durch die Verschnaufpause konnte ich mir einmal Gedanken um meine unmittelbare und fernere Zukunft machen. Da ich noch drei Tage Urlaub zugute habe, habe ich nur noch 14 Tage, die ich arbeiten muss. Also 14 reine Arbeitstage. Das ist dann doch wieder motivierend. Zudem kommt am Freitag endlich mein zweites Gehalt auf meinem Konto an. Ach Gott, mein Hirn ist matschig von der schwülen Luft, ich mach jetzt mal was sinnvolles und schmeiß mich vor den Fernseher. Ich hätte so viel zum schreiben, aber ich bin ehrlich gesagt gerade zu faul dazu und zum anderen liest das hier eh keine Sau mehr. =) vielleicht ein ander mal.

James Blunt - Give Me Some Love

Freitag, 25. Juli 2008

Und es hat *BUMM* gemacht

Gestern wurde ich auf meinem Roller mit fast 60 km/h von einer Frau in einem Auto niedergefahren.
Ich war in Anzug auf dem Weg von der Arbeit, glücklich über den überstandenen Arbeitstag, auf meinem Roller unterwegs. Auf dem Tacho standen 65 km/h, aber realistisch werden es wohl knapp unter 60 gewesen sein, Tachos gehen immer etwas vor. Plötzlich quert eine Frau in ihrem Auto aus einer Ausfahrt hinter einem LKW kommend vor mir die Fahrbahn. Ich hatte weder eine Chance, ihr auszuweichen, noch großartig zu bremsen. Ich hatte bereits davor beide Hände an den Bremshebeln. So konnte ich sehr schnell reagieren und habe sofort beide Bremsen volle Kanne gezogen, sodass beide Räder blockiert haben, dennoch hats nicht viel gebracht. Die Bremsspur war nicht einmal eineinhalb Meter lang, bevor ich frontal in ihr Auto gekracht bin. Ich wurde um den Lenker gebeugt, sodass ich mit meinem Helm die Frontpartie von meine Roller eingeschlagen habe. Durch die Wucht des Aufpralls hat es meine Beine hochgehoben, aber weil ich richtig gesessen bin und richtig reagiert habe, bin ich nicht über das Auto geflogen und nicht mit den Beinen am Roller hängengeblieben. Dann bin ich allerdings genau mit den Knien auf dem Roller gelandet, was einigermaßen weh getan hat.
Mein erster Gedanke, als ich das Auto gesehen habe und wusste, dass ich gleich einschlagen werde, war: "SHIT!" Ich habe sofort alles angespannt und habe mich verrenkt, dass ich die Wucht des Aufpralls besser verkraften kann. Von dem Moment weg, als mein Vorderrad in ihre Stoßstange eintauchte, ging alles ganz langsam, ich konnte sogar meine Bewegungen noch halbwegs koordinieren. Ich wurde auf einer Distanz von nicht einmal einem halben Meter von nicht ganz 60 auf 0 km/h heruntergebremst. Der Aufprall war so heftig, dass es meinen Oberkörper nach vorne geschoben hat. Dadurch, und weil ich mich so stark am Lenker abgestützt habe und nicht losgelassen habe, bin ich nicht mit der Brust auf den Lenker geknallt, was sicherlich sehr, sehr schmerzhaft gewesen wäre, sondern habe ich dann mit dem Helm vorne in meinen Roller eingeschlagen, was den augenscheinlichsten Schaden an meinem Roller verursacht hat. Das Geräusch war relativ grausam. Am Moped vorne ist (war) eine dicke Plexiglasabdeckung vor dem Scheinwerfer angebracht. Die, und die darunterliegende Struktur ist bei dem Aufprall kaputtgegangen.
Als es mich zurückgeschlagen hat, wollte ich noch auf den Beinen landen, aber für das richtige "Ausfahren" hat es nicht mehr gereicht. Deswegen bin ich mit beiden Knien relativ blöde auf meinem Roller gelandet. Ich habe sofort im Moment des Auftretens den Schmerz in den Knien gespürt, war mir aber sicher, dass nichts "kaputtgegangen" war, und stand gleich wieder auf. Wärenddessen kamen schon ein paar Leute zu mir gerannt und fragten mich noch wärend dem Aufstehen ob ich O.K. wäre. Ich sagte wortwörtlich: "Ging mir noch nie besser", und musste unter dem Helm grinsen. Dann kam auch der LKW Fahrer, der einen Logenplatz auf das ganze hatte, und er konnte es einfach nicht glauben dass ich heil und in einem Stück war.
Dann kam der nervige Mist mit dem Unfallbericht usw. Die Frau war sehr geschockt und hatte eine sehr zittrige Stimme, aber ich war eigentlich gar nicht geschockt.
Mein erster Gedanke, als ich realisierte, dass ich gleich einen ziehmlich heftigen Unfall hatte, war "SHIT!". Direkt wärend des Aufpralls habe ich dann nur über meinen Körper nachgedacht, dass ich alle Muskeln anspanne und möglichst nichts blödes mache. Hat auch sehr gut geklappt. Als es mich zurückgeschleudert hat, dachte ich nur noch an die Landung, damit ich auf den Füßen zum stehen komme und nicht blöd falle. Leider hatte ich zu wenig Zeit, meine Füße richtig zu platzieren. Als ich aufgestanden bin, dachte ich "Geil, morgen nicht arbeiten!", als ich dann das Moped von der Straße geschoben habe, hab ich realisiert dass ich wohl nicht mehr so schnell mit dem Teil fahren werden kann, weil es so demoliert war. Das führte zu dem Gedanken, dass mir meine Mutter jetzt vielleicht öfters das Auto geben wird, wenn sie realisiert dass es sicherer ist, als Moped fahren.
Als ich das Moped geparkt hatte, kam dann die Frau zu mir und war ganz ungläubig, dass ich nichts hatte. Ich zog ganz ruhig den Helm aus und musterte mich selbst von Kopf bis Fuß. Alles dran, nirgends tropft Blut runter, nicht mal der Anzug hatte Schrammen oder Risse. Nicht einmal meine Hände waren aufgeschürft oder angeschlagen. Nichts, bis auf meine Knie, die mir von der Landung etwas weh taten. Aber ich konnte ohne schmerzen laufen, alles in alle Richtungen biegen die mir bekannt waren ohne dass es abbrach oder weh tat. Ich hatte nirgends angeschlagen, außer mit dem Helm beim unmittelbaren Unfall und dann mit den Knien bei meiner misglückten Landung. Nichteinmal der Kopf oder der Nacken tat mir weh. Und ich war nicht geschockt. Ich habe mich nur ein wenig über den kaputten Roller, und damit die folgende Zeit mit Bus und Bahn, sowie den bürokratischen Rattenschwanz nach dem Unfall geärgert. Als ich mit der Frau den Unfallbericht ausfüllte, überlegte ich mir noch, ob ich auf dem weiteren Heimweg wohl meinen vater dazu bringen könnte, kurz bei einem Spar anzuhalten, damit ich noch Aufschnitt fürs Abendessen kaufen konnte.
Als ich dann abends in meinem Zimmer gesessen bin und gesurft habe, kam meine Mutter herein. Sie hat den demolierten Roller gesehen und kam ganz ruhig herein. Wir haben kurz geredet und als sie dann rausging, sagte sie noch: "Auch wenn du Atheist bist, du kannst heute drei Ave Maria beten, dass du so viel Glück hattest." Und ich sagte zu ihr, dass ich das sicher nicht tun werde, weil ich kein Glück hatte. Ich bin davon überzeugt, dass es mir nichts getan hat, weil ich mich richtig verhalten habe. Ich habe aus der gegebenen Situation für mich das Beste herausgeholt, mit der Ausnahme der Knie, die mir noch ein wenig weh tun. Bei einer Feedbackfahrt im Zuge meines Autoführerscheins meinte méin Fahrlehrer, dass ich nicht gerade langsam fahre, aber alles sehr gut unter Kontrolle habe. Ich finde er könnte nicht mehr recht haben. Ich fahre gern zügig wenn es die Verhältnisse ermöglichen und von außen sehen manche Situationen sicherlich gefährlich aus. Nicht nur im Straßenverkehr. Aber wenn ich jemanden gefährde, dann nur mich. Wenn ich schnell fahre, dann nur an Stellen wo ich weiß, dass ich es kann. Wenn ich im dritten Gang im BMW meiner Mutter einen Drift hinlege, dass dem Beifahrer die Augen groß werden, dann mache ich das nur, wenn ich sicher bin, dass ich es kann. UND ICH KANN ES.
Ich denke, ich kenne meine Limits. Ich weiß was ich kann, was ich nicht kann. Und ich bin mir meinem Risiko, sofern möglich, ímmer bewusst. Ich weiß, dass ich auf dem Roller schnell wegrutschen kann, wenn ich zu schnell in die Kurve gehe. Ich kann auch sehr gut einschätzen, ab welchen Geschwindigkeiten das passierren wird. Und wenn es sich andeutet, kann ich es fühlen und weil was ich machen muss.
Ich weiß, dass es gefährlich ist, mit einem Roller zu fahren. Aber aus dem Grund fahre ich auch im Regelfall nur mit einer guten Jacke, mit Lederhandschuhen, und wähle meine Sitzposition dementsprechend aus. Ich habe (hatte) einen sündhaft teuren Helm aus Kohlefaser. Und genau das ist der Punkt, warum es kein Glück war, dass ich mir nichts getan habe oder gar überlebt habe. Es war kein Glück, dass ich einen hervorragenden Helm anhatte. Es war kein Glück, dass ich gute Handschuhe getragen habe. Es war kein Glück, dass ich richtig auf dem Roller gesessen bin. Es war kein Glück dass ich schnell reagiert habe. Es war kein Glück, dass ich meine Hände bereits an den Bremshebeln hatte. Es war kein Glück das ich richtig reagiert habe. Sondern es war: Ich.

Sonntag, 20. Juli 2008

'Welcome to the layer cake, son'

Vor ein paar Wochen habe ich mir den Film 'L4yer Cake' (Layer Cake) angeschaut. Ich bekam den Film von einer Freundin empfohlen und wusste nicht wirklich, um was es geht. Aber die Schnipsel, die sie mir erzählt hat, waren vielversprechend. Also habe ich mir die DVD gekauft und den Film angeschaut. Ziehmlich vom ersten Moment an war ich in die Realität des Filmes eingetaucht. Die Geschichte des Films ist packend erzählt, in seinen Grundzügen hat der Film Ähnlichkeiten mit 'Fight Club'. Es ist gewissermaßen ein Film über das Leben an sich, von ausgezeichneten Schauspielern inszeniert. Die Message des Filmes wird von einem der Charaktere gnadenlos offen auf den Punkt gebracht:

'You're born, you take shit. You get out in the world, you take more shit. You climb a little higher, you take less shit. Till one day you're up in the rarefied atmosphere and you've forgotten what shit even looks like. Welcome to the layer cake son.'
Eddie Temple, L4yer Cake


Ich kann den Film allen vorbehaltslos empfehlen, die 'Fight Club' mochten und die auf intelligente Unterhaltung stehen.

Mittwoch, 16. Juli 2008

She's like a Star

Inzwischen ist mehr als die Hälfte meines Praktikums bereits vorbei. Zu Beginn hatte ich so meine Schwierigkeiten, mich darauf einzustellen, aber mitlerweile bin ich den Arbeitsrhythmus gewöhnt, auch wenn es dennoch nervt, dass um fünf vor Sieben am Morgen der Wecker klingelt und ich von da weg praktisch bis um fünf nachmittags nur für die Arbeit lebe. aber was solls, es wird vorbeigehen und was bleibt ist das Geld auf meinem Konto. Zwar auch nicht lange, aber zumindest kann ich mir davon wieder einiges leisten. Vom letzten Lohn ein komplett neues Zimmer, vom kommenden eine Playstation 3, usw. Eigentlich hatte ich bisher immer was gegen Konsolen á la Playstation, Xbox und co. Aber inzwischen sehe ich die Vorteile und freue mich schon aufs entspannte Zocken vom Bett aus mit Filmen in HD Qualität.
Das vergangene Wochenende war definitiv das beste seit ich arbeite. Ich konnte die Zeit wirklich zum relaxen nutzen und habe ein paar "alte Bekannte" wieder getroffen und mit ihnen eine tolle Zeit gehabt.
Ansonsten läufts zur Zeit sehr gut, ich kann mich nicht beklagen. Ich freue mich schon auf das kommende Wochenende, da werde ich mir die Oper Tosca auf der Seebühne anschauen und den Rest der Zeit relaxen und Spaß mit Freunden haben. Dann gibts vielleichtr auch wieder ein bisschen mehr von mir zu lesen. Bis dahin empfehle ich alle wärmstens Taio Cruz - She's like a Star.

Ciao,

J.

Taio Cruz - She's a Star

Sonntag, 6. Juli 2008

Aaaaaaaaaaaaaah. Ich kann "nimmää"!

Schon wieder ein Wochenende vorbei. Schon wieder keine Zeit zum relaxen gehabt. Momentan sind meine Wochenenden anstrengender als meine Arbeitstage, von daher freue ich mich schon fast auf morgen. Da heißt es wieder von halb neun bis um fünf in der Bank sitzen. Momentan habe ich dort allerdings auch einen riesen Haufen Arbeit. Die Arbeit wurde mir direkt vom Chef der Abteilung zugewiesen. Ich muss für ihn recherchieren, wie der Handel mit Stahl als Commodity funkioniert, was es zu beachten gibt, etc und noch zwei Aufgaben. Also gebe ich mir Mühe, die Arbeiten besonders gewissenhaft zu erledigen, zumal ich direkt beim Chef darüber Raport ablegen muss.
Tja, wie war mein Wochenende? Anstrengend. Ich bin echt nicht gut beieinander, die letzten vier Wochen hatte ich quasi kein Wochenende, weil ich immer so viel Arbeit am Wochenende zu erledigen hatte, und davor hatte ich ja den Scheiß mit dem Magen. Letztes Wochenende war bereits sehr anstrengend und kräftezehrend, als ich mein Zimmer generalüberholt habe und alles neu gestrichen habe. Jeden Scheiß Quadrahtzentimeter der Wände und Decke. Zweimal.
Diesen Freitag nach dem Arbeiten hatte noch jemand as dem Unternehmen, wo ich arbeite, Ausstandsfeier, der Gute geht in die Schweiz mit Wohnung direkt am Zürichsee. Beneidenswert. So weit bin ich eben noch nicht. Als ich mich endlich von der Party rausmogeln konnte, musste ich noch mit meinem Vater nach München fahren, ein Auto abholen. Als ich zurückkam, habe ich noch mein Zimmer angefangen auszuräumen. Samstag hieß es dann um halb sieben aufstehen, alle Fugen im Zimmer zusiliconieren, dann in den Baumarkt, Glühbirnen kaufen, weiter in ein Einrichtungshaus, Matratze kaufen. Um kurz nach 10 bin ich dann mit der ganzen Familie nach St. Gallen in den Ikea gestartet, wo ich bis um zwei alles zusammengerafft habe, was ich brauchte. Bett, Schränke, Schreibtisch, Zubehör, alles neu. Zu Hause angekommen habe ich angefangen alles aufzubauen bis mir um sieben die Kraft ausgegangen ist und ich zitternd keine Schraube mehr festziehen konnte.
Die Nacht auf heute wieder im Zimmer meines Bruders gepennt, weils in meinem Zimmer so gestunken hat. Tut's übrigens immer noch. Ich bin jede Stunde aufgewacht und habe mich von links auf rechts und zurückgedreht. Um sieben war ich wieder wach und konnte nicht mehr schlafen. Direkt nach dem Frühstück habe ich weitergearbeitet, vor einer Stunde habe ich das letzte Teil, den Schreibtisch ins Zimmer gebracht. Jetzte steht alles da, wo es hinsoll. Das Bett ist bezogen, der Boden gesaugt, der Computer wieder aufgebaut, und das letzte Quäntchen Kraft aus meinem Körper entwichen. Ich werde jetzt duschengehen und dann werde ich mir im Bett mit dem Laptop noch "Archangel" anschauen.
Ich kann es kaum erwarten bis mein nächster Lohn kommt, dann wird mein Zimmer mit einer Playstation 3 und einer Full-HD-Glotze vervollständigt. Bis dahin darf ich mich novh ein wenig in Vorfreude suhlen.

Liebe Grüße,

J.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Samstag. Ich will endlich Samstag!

Ich freue mich auf diesen Samstag wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Dieser Samstag hat in vielerlei Hinsicht lauter positives in Sicht. Die Erinnerung an den Samstag vor genau einem Jahr, noch eine wunderschöne Erinnerung an diesen Samstag, und natürlich mein neues Zimmer. Diesen Samstag werde ich den Ikea leer räumen. Seit letztem Wochenende lebe ich in einem Provisorium in meinem Zimmer: Kästen stehen einfach irgenswie rum, alle Habseligkeiten sind in Kisten auf dem Gang, und mitten im Zimmer steht mein Bett, in dem ich gerade liege und James Blunt - I really want you höre. Last.fm sei dank.
So wie es aussieht werde ich alleine nach Ulm fahren. Ursprünglich hat mich eine, die ich kenne, die ganze Zeit "angebettelt", dass wir zusammen in den Ikea gehen und mein Zimmer aussuchen. Aber irgendwie hats die geschafft, mir so auf den Zeiger zu gehen dass ich vorerst den Kontakt abgebrochen habe. Mal schauen wie es weitergeht.
Tja. Und alle die ich bisher gefragt habe, sind entweder gar nicht im Land oder haben schon was vor. Und Ikea-shopping ist eben auch nicht Jedermanns (-fraus) Sache. Ich mach sowas gerne, dabei kann man wunderbar Blödsinn machen oder schöne Sachen anschauen (und kaufen =D).
Tja, wie dem auch sei, ich freue mich schon sehr auf diesen Samstag...

Ciao,

J.